Unter dem Titel „Umgang mit kultureller Diversität im Unterricht“ hatte ich die wundervolle Gelegenheit, meinen Horizont eine Woche im Februar 2022 in der südgriechischen Kleinstadt Kalamata, drei Autostunden von Athen entfernt, zu erweitern. Gemeinsam mit 30 weiteren Lehrern aus verschiedenen europäischen Nationen, darunter Frankreich, Spanien, Litauen und Portugal wurde ich von vier hochqualifizieren griechischen Lehrern betreut, die allesamt viel Erfahrung mit Erasmus-Projekten mitbringen.

 

Inhaltlich ging es um interkulturelles Lernen, also die Chancen und Herausforderungen von mehreren Kulturen im Klassenzimmer. Die Atmosphäre war stets fröhlich und angenehm herzlich. Hier kam gleich das erste Lob seitens der Dozenten an unsere Gruppe, da die Sprachbarriere mitunter auch sehr zähe und angestrengte Seminare entstehen lässt. Dies war bei uns nicht der Fall. Auch wenn zu Beginn so manche englische Vokabel gefehlt hat, hatte ich doch das Gefühl, mit dem Kommunizieren von Tag zu Tag Fortschritte zu machen. Ein weiterer Pluspunkt meiner Reise.

Ich bekam auch direkte Einblicke in den Alltag einer kleinen griechischen Schule und war gleichermaßen überrascht von der guten Disziplin im Unterricht (es ist eine ganz normale „Secondary School“) und der technischen Ausstattung der Schule, die wie ich meine, sogar über dem Durchschnitt einer deutschen Oberschule liegt.

Das Bildungsprogramm wurde ergänzt durch eine halbtägige Führung durch die antiken Ruinen von Messenien, einer vor 2500 Jahren hochentwickelten Stadtanlage, sowie einem Tanzkurs für traditionelle griechische Tänze, welchem ich mich nicht entziehen wollte. Ebenso besuchten wir eine orthodoxe Kirche, von denen es in Kalamata zahlreiche gibt.

Neben meinen Seminaren konnte ich mit dem Mietwagen die umliegende Gegend erkunden. Alles innerhalb von 50 Km Radius war abseits der Kurse möglich. Über Serpentinen ins Taygetos-Gebirge nach Sparta, wo König Leonidas überlebensgroße Statue auf mich wartete, führte mich mein Weg auch zu an Küsten gelegenen Wehranlagen, Tropfsteinhöhlen und steinigen Stränden. Zwischendurch konnte ich immer wieder kulinarische Highlights genießen oder mir die Mittelmeersonne ins Gesicht scheinen lassen, die einem Spätfrühlingstag in Deutschland nahekam. Mit 16 Grad Celsius Wassertemperatur ließ das Mittelmeer allerdings kein sehr langes Verweilen zu.

Viel zu schnell verging eine ausgezeichnete Woche voller Eindrücke, die mich nicht nur erfüllt, sondern auch ein kleines Stück verändert haben und mir Rückenwind für meine zukünftige pädagogische Arbeit geben.

C. Fülle-Bormeister

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